[Buchrezension] "Der Name der Rose" von Umberto Eco

Charlie | Freitag, 23. Juni 2017 |
Zum Teil spannender Krimi, zum Teil langweiliges Theologielehrbuch


© dtv






Originaltitel: Il nome della rosa
Autorin: Umberto Eco
Verlag: dtv
Genre: Historischer Roman, Krimi, Klassiker
Reihe: /
Erscheinungsdatum: 1982 (1. deutsche Auflage)
Seitenzahl: 688 (Taschenbuch)
Verlagsseite










Inhalt


Der junge Benediktiner-Novize Adson von Melk reist mit dem Franziskaner William von Baskerville in eine Abtei, in der William einen Auftrag vom Kaiser zu erfüllen hat. Dort angekommen, wird William zusätzlich vom Abt beauftragt, einen Mord an einem der Mönche aufzuklären.
Und während William noch damit beschäftigt ist, die Geheimnisse der Abtei zu entdecken, sterben weitere Menschen.





Meinung


Ich wurde vorgewarnt, "Der Name der Rose" sei schrecklich langweilig und langatmig. Entsprechend skeptisch begann ich dann auch mit der Lektüre und muss zum Teil leider gestehen, dass sich die Warnung bewahrheitet hat, kann zum Teil aber glücklicherweise auch sagen, dass sich die Lektüre trotzdem gelohnt hat.

Es gibt zwei Dinge, auf die man zukünftige Leser*innen dieses Buches vorbereiten sollte:
Erstens wird man mit einer beachtlichen Menge an historischem Kontext gefüttert, da Ecos Wissen um die Kirche im Mittelalter dem eines Geschichtsprofessors alle Ehre macht.

Zweitens sollte man sich - was in Anbetracht der Tatsache, dass das Buch von Mönchen handelt und in einer Abtei spielt, vielleicht nicht überraschend ist - auf ausgedehnte religiöse Diskussionen und detaillierte Beschreibungen diverser kirchlicher Persönlichkeiten, Praktiken und Glaubensgrundsätze und ausführliche Hassreden auf "Ketzergruppen" gefasst machen.

Diese Massen an Informationen und komplexen Zusammenhängen bekommt man leider auch nicht behutsam und verständlich Stück für Stück nähergebracht, sondern hauptsächlich in sehr langen Absätzen und Dialogen, die kaum etwas anderes enthalten und die Handlung wenig voranbringen.
Zusammen mit Umberto Ecos Hang zu Monologen und Aufzählungen, die zum Teil ungelogen eine halbe Seite lang sind (teilweise in einem einzigen Satz), und seitenlangen Beschreibungen von Gefühlen, Träumen und Gebäuden (Einmal wird beispielsweise eine Kirche über sieben Seiten hinweg beschrieben) sorgte all das schnell dafür, dass ich die Urteile vieler, die das Buch als langweilig empfanden, nachvollziehen konnte. Zumal ich mich weder für das Mittelalter noch die katholische Kirche zu dieser Zeit sonderlich erwärmen kann und mich nicht gut mit diesen Themen auskenne, sodass es mir zum Teil schwer fiel zu folgen.

Zusätzlich wird das Lesen erschwert durch eine Vielzahl an Fachbegriffen und eine Menge lateinischer Begriffe, Sätze und Zitate, die zwar alle im Anhang erklärt werden, die ich aber irgendwann einfach übersprang, da es mir zu viel Aufwand war, ständig nach hinten zu blättern, nur um weitere kirchenspezifische Ansichten zu verstehen.
Oft war für mich nicht erkennbar, wieso Eco an diesen Stellen Latein verwendete (teilweise wurden normale, gesprochen Sätze zur Hälfte in Latein geschrieben - bei reinen Zitaten hätte ich es ja noch verstanden) und wieso er es nicht wenigstens mit Fußnoten übersetzen konnte, da es sich oft nur um wenige Wörter handelt und dies viel weniger Aufwand beim Lesen gewesen wäre.

Ebenfalls nicht erschlossen hat sich mir das Vorwort, in dem Eco die (vermutlich fiktive) Geschichte erzählt, wie er die angeblichen Original-Notizen von Adson von Melk (des Erzählers) gefunden und übersetzt hat. Der Prolog handelt von vielen Schwierigkeiten, die ihm auf der Suche nach Informationem über Adson und seine Erlebnisse begegneten, tut aber zur eigentlichen Geschichte absolut nichts zur Sache und wirkt vor allem deshalb so sinnlos, da die gesamte Geschichte und die meisten beteiligten Personen ohnehin fiktiv sind. Im Vorwort so zu tun, als handele es sich um ein Sachbuch, erschien mir daher unnötig.

Doch obwohl ich stellenweise sehr mit den Längen des Romans zu kämpfen hatte, konnte er mich in anderer Hinsicht doch faszinieren.
Zum einen gibt Eco durch sein fundiertes Fachwissen einen spannenden, teils schockierenden Einblick in das Leben im Mittelalter, insbesondere in Kirchenkreisen. Man erfährt einiges über die grausame Inquisition, die Diskrimierung und Vorurteile, die Frauen (insbesondere in der Kirche) erfuhren, und den Kampf von Wissenschaft und Vernunft gegen die strikten Regeln der Kirche und den unerschütterlichen Glauben, dass Gottes Wege unergründlich seien.

Zum anderen entwickelt sich neben der politischen Handlung auch eine Art Krimi, denn obwohl William wegen eines politischen Auftrags die Abtei aufsucht, wird er dort sofort beauftragt, einen Mord zu untersuchen, der dem Ruf der Abtei in besagten politischen Angelegenheiten schaden könnten. Bald bleibt es nicht nur bei einem Mord und William und Adson decken nach und nach verschiedene, Zusammenhänge auf, die die Leben und Geheimnisse diverser Mönche zu betreffen scheinen. Bis zum letzten Kapitel wird man gekonnt im Dunkeln gelassen und kann lediglich miträtseln und ein paar eigene Schlüsse ziehen, auch wenn ich auf die Auflösung am Ende selbst nie gekommen wäre.
Am Ende ergeben all die Morde und Geheimnisse ein dichtes aber sinnvolles Netz. Der letztendliche Auslöser, der am Ende aufgedeckt wird, kam mir dann aber doch ein wenig zu unbedeutend vor, als dass dafür so viel Aufwand betrieben und gemordet werden müsste.

Die Figur des William von Baskerville, Adsons Mentor und zweite Hauptfigur des Romans, war es jedoch, was das Buch trotz der Längen teilweise zu einem wahren Vergnügen für mich machte.
Der Name Baskerville könnte gut eine Anspielung auf Arthur Conan Doyles Sherlock-Holmes-Geschichten sein, denn William besitzt eine ähnliche Kombinationsgabe und einen gewissen Charme des verschrobenen Genies.
Der ehemalige Inquisitor ist seiner Zeit in seinen Ansichten zum Teil weit voraus und wirkt in seinem Gebrauch von Vernunft und seinem Glauben an die Wissenschaft höchst modern - ein spannendes Beispiel dafür, wie sich Glaube und Wissenschaft verbinden lassen.
Zudem ist William frech, schlagfertig und gut darin, die Logik anderer zu verdrehen, was unter anderem für sehr witzige Dialoge mit den sonst oft so humorlosen Kirchenmännern sorgt.


Fazit


"Der Name der Rose" ist definitiv ein Buch, auf das man sich einlassen muss, denn es enthält eine Menge, teils in lange Absätze und Monologe verpackte, Informationen über die Politik und Kirche des Mittelalters und sein Tempo leidet unter der Vorliebe des Autors für ewig lange Aufzählungen und lateinische Zitate.
Man lernt jedoch auch viele interessante, teils schockierende Dinge über die Zeit, in der der Roman spielt, und kann miträtseln bei einer verworrenen und spannenden Krimihandlung. Zudem ist William von Baskerville, eine der Hauptfiguren, überaus sympathisch, humorvoll und angenehm vernünftig und von seinen Ansichten her modern im Vergleich zu vielen seiner Kollegen.
Ich vergebe 3,5 Sterne.

Kommentare:

  1. Salvate, Charlie.
    Ich könnte ironisch anmerken, daß nicht wenige (tatsächliche) Sachbücher über das Mittelalter der Kirche wohl die spannendere Lektüre abgeben, als nun just Ecos "Rose". Aber ich halte auch die filmische Adaption für einen Standard in Durchschnittlichkeiten... ;-)
    Die Schizophrenie - um nicht "Verlogenheit" zu schreiben - der Kirche, in puncto Menschlichkeit, Nächstenliebe oder auch nur Barmherzigkeit, kommt aber auch in "Name der Rose" ausdrücklich zur Sprache. Als Merknotiz für jene, die in den zwei Jahrtausenden Christentum nur heilige Menschen am werkeln sehen wollen.

    Als gut erzählte Geschichte gefällt mir die ITV-Serie "Bruder Cadfael" erheblich besser; Vorlage "The Cadfael Chronicles" aus der Feder von Ellis Peters (alias Edith Pargeter).
    Mag wohl auch daran liegen, daß dem humanen Denken darin öfter Oberhand gewährt ist.

    bonté

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    1. Hallo RoM,
      das glaube ich dir allerdings gerne, obwohl ich noch nie freiwillig ein Sachbuch über diese Epoche zur Hand genommen habe.
      Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich die Verfilmung unbedingt sehen muss, obwohl meine ehemalige Deutschlehrerin sie grandios fand.
      Das fand ich auch sehr gut, wenn auch sehr erschreckend dargestellt und einige der Figuren haben mich wirklich wütend gemacht.

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  2. Hallo,

    ich bin bei Mikkas Bücherkreuzfahrt auf deine Rezension aufmerksam geworden und musste sofort vorbei schauen, da das Buch auch schon ewig bei mir subbt.

    Die Aufzählungen und dergleichen machen mir jetzt auch nicht unbedingt Lust auf das Buch, aber ich hoffe trotzdem auf ein paar interessante Denkanstöße. Ich habe erst vor ein paar Monaten "Die Päpstin" gelesen und da gibt es auch einige religiöse Diskurse über die es sich lohnt nachzudenken.

    Ich werde das Buch auf jeden Fall irgendwann anlesen und wenn es mir dann doch zu langatmig wird, kann ich Bücher mittlerweile ganz gut abbrechen ;)

    Liebe Grüße
    Julia

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    1. Huhu ;),

      das freut mich, dass du über Mikka zu mir gefunden hast.

      Tut mir leid, dass ich dir jetzt die Lust auf eines deiner SuB-Bücher verdorben habe :D. Wenn du mit religiösen Themen an sich kein Problem hast, gibt es da sicher interessante Szenen für dich. Für mich war das nur alles etwas realitätsfern, weil sich die Interpretation von Religion in all den Jahrhunderten ja auch stark geändert hat und man solche Diskussionen heute vermutlich nicht mehr führen würde.

      Das ist auch eine gute Sache, Bücher abbrechen zu können, wenn man merkt, dass man wirklich gar nicht damit klarkommt. Das kann ich persönlich gar nicht, aber es spart sicher eine Menge Zeit :D.

      Liebe Grüße

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  3. Eine sehr ausführliche und tolle Rezension. Auch wenn ich das Buch inhaltlich interessant finde, da ich mich ja sehr für das Mittelalter interessiere, wäre es mir doch zu langatmig. Vor allem die Verwendung von Fachsprache und Latein hätte mich dann auch gestört. Wenn man dann ständig nachschlagen muss, ist das dann doch nervig und Latein hatte ich in der Schule nicht, sodass ich auch nicht wüssste, was mit den Aussagen gemeint ist.

    Finde es aber toll, dass du dir dein eigenes Bild gemacht hast und da nicht auf die ganzen Vorurteile hören wolltest. Geschmäcker sind ja verschieden.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Awww Dankeschön für das liebe Kompliment <3.

    Das hört sich auch nach einem spannenden Post an. Ich bin ja nicht so bewandert, was die Comic Geschichte anbelangt, weil ich die gelesen habe bzw. generell jetzt nicht so der Comic Fan bin. Schaue mir das halt nur gerne Verfilmt an, da gefällt es mir echt gut. Das mit dem Umdrehen finde ich aber auch nicht gut, denn das ist dann auch wieder so extrem und hat nichts mehr mit Gleichstellung zu tun. Ich weiß auch nicht, was an Werken, in denen es eine starke Frau und einen starken Mann gibt, so schwer ist? Das würde ich mir wünschen. Ich glaube im Film waren alle Figuren sehr gut ausgearbeitet, zumindest war das der Tenor der Rezensionen.

    Die Zahlen die ich verlinkt hatte, gelten für Hollywood. Ich habe aber einige Zeitungsartikel gelesen, wo es um die deutsche Filmlandschaft geht und das ist es leider nicht anders. Hatte gelesen, dass Frauen da sogar weniger Filmförderung erhalten. Hier mal ein ausführlicher Artikel, wo steht das 83% der Förderung in Deutschland an Männer geht: http://www.tagesspiegel.de/medien/ungleichbehandlung-in-film-und-tv-wo-sind-eigentlich-die-regisseurinnen/12960840.html. Da wird auch Europa beleuchtet. Das ist also kein Hollywoodphänomen sonder überall so. Leider.

    Auch die Kommentare im Vorfeld zu "Wonder Woman" waren heftig, da haben sich viele der Vorurteile wiedergespiegelt und einige hatten wohl auch gehofft, dass der Film floppt, damit man dann sagen könnte: Seht ihr keiner möchte weibliche Helden sehen. Das hatte ich bei mehreren Rezensionen von Fans gelesen. Schön, dass man hier nun ein Statement gesetzt hat und gezeigt hat, dass die Mehrheit dies anders sieht.

    Das mit J.K. Rowling wusste ich auch nicht. Krass. Ich bin immer wieder schockiert, über solche Aussagen.

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    1. Ich denke, da wirst du dann auch wirklich interessantere bzw. weniger langatmig geschriebene Bücher zu dem Thema finden. Und welche mit weniger Latein :D. Ich hatte auch nie Latein und konnte mir Bruchteile der Stellen aus dem Französischen herleiten, das Meiste musste ich aber nachschlagen, was wirklich nervig war.

      Ich mache mir bei Klassikern bzw. beliebten Büchern allgemein immer gerne ein eigenes Bild, weil es ja einen Grund haben muss, wieso so viele Menschen ein Buch mögen. Und es muss mir dann ja nicht unbedingt gefallen, aber immerhin kann ich dann mitreden.

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  4. Huhu!

    Es ist Ewigkeiten her, dass ich dieses Buch gelesen habe! :-) Dieses Buch von Umberto Eco fand ich auch trotz langatmiger Beschreibungen sehr gut, "Das Focaultsche Pendel" habe ich dann abgebrochen, weil es einfach überhand nahm... Ich muss nicht vier Seiten lang beschrieben bekommen, wie eine Tür aussieht!

    Adons Mentor hat mir auch am besten gefallen. :-)

    Ich muss sagen, dass "Der Name der Rose" für mich auch eine der besten Buchverfilmungen ist, wahrscheinlich auch, weil da natürlich die ganzen Längen wegfallen.

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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    1. Huhu Mikka,

      vielen Dank für die Verlinkung :).
      Oh je, da machst du mir ja jetzt nicht gerade Lust darauf, noch etwas anderes von Eco zu lesen :D. Wobei das, ehrlich gesagt, auch erstmal nicht so weit oben auf meiner Liste stand..

      Mal sehen, vielleicht sehe ich mir den Film ja mal an. Ich wäre jedenfalls gespannt darauf, wie sie das umgesetzt haben und vor allem auf Sean Connery als William.

      LG

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  5. Das habe ich mir jetzt auch mal auf die Liste gesetzt, weil viele hier unter den Post geschrieben haben, dass sie darauf gespannt sind. Muss wohl doch gut sein und das Genre mag ich ja eh.

    Okay, dann habe ich das mal im Hinterkopf. Im Moment verfolge ich nur Shadowhunters und Fear the Walking Dead im Wochenrythmus, da sollte ich jetzt schon Zeit für Sherlock finden.

    Nashville kommt ja erhst Ende des Monats online, vielleicht hast du ja bis dahin dann wieder deinen Zugang? Ich freue mich da auf jeden fall schon sehr drauf, vor allem weil am gleichen Tag noch meine Vorbestellung der 2.Staffel "Versailles" ankommt. Da gibts hier nun auch bald eine Rezension zu lesen.

    Das er nicht gruselig ist, das weiß ich schon. Habe ich jetzt schon öfter gelesen und generell sind die Filme des Produzents auch nicht soo gruselig, aber überzeugen mit einer spannenden Storyline und atmosphärischen Bildern. Ich mag das ja. Zumal der Cast halt brilant ist. Also im Horrorbereich gibt es echt viel Mist oder auch viele Filme, die halt nur auf Blutvergießen setzten. Nach guten Handlungen muss man dann doch etwas intensivier suchen.

    Ps: auf all deine lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen werde ich dir jetzt nach und nach Antworten. Komme nämlich leider im Moment nicht wirklich zum Beantworten davon, weil es etwas stressig an der Uni ist. Aber ich habe mich über jedes Einzelne sehr gefreut <3.

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  6. Ich habe mir das Buch auch gleich auf die Wunschliste gesetzt und würde das gerne auch als erstes von ihr lesen.

    Die Novelle habe ich nie gelesen, kannte bisher nur die Verfilmungen, ist aber schade, dass die Serie da so abweicht. Aber wenn du meinst, dass die Novelle eh nicht so gut aufgelöst war, dann kann das ja sogar ein Vorteil für die Serie sein, wenn man da etwas abweicht und eine bessere Erklärung für den Nebel bringt. Ich weiß gar nicht mehr, wie das beim Film war. Wie gesagt, habe den nicht als wahnsinnig gut, sondern eher durchschnittlich in Erinnerung.

    Auch wenn ich die Bücher da ebenfalls noch nicht gelesen habe, bin ich aufgrund des Casts schon sehr gespannt auf "The Dark Tower", bin aber gespannt, was du dann zur Umsetzung sagst.

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  7. Oh ja, sobald jemand dann nur noch am Handy hängt, bei einem Treffen, finde ich das dann auch schlimm. Mache ich aber nicht. Nach ein paar kurzen Aufnahmen kommt das Handy dann bei mir immer in die Tasche. Verstehe auch gar nicht, warum man sich trifft, wenn man dann nicht miteinander spricht xD.

    Von vielen kommt ja dann immer der Vorwurf, dass es Bloggern an Persönlichkeit fehlt und die nur den Einheitsbrei posten, da stört mich dann immer dran, dass niemand darüber nachdenkt, warum das so ist. Aber ich habe das Gefühl, dass bei Vorwürfen alle immer schnell mit dabei sind, anstatt mal über die Ursache nachzudenken. Ein Problem, welches es ja auch in vielen Bereichen gibt.
    Ich finde das gelingt dir auch super. Du argumentierst immer schön sachlich und auch nachvollziehbar. Lese deine Beiträge richtig gerne. Übrigens moderiere ich Kommentare genau aus diesem Grund mittlerweile auch, wobei das auch der Spam Vermeidung geschuldet ist. Da hatte ich nämlich schon oft Fälle, dass ganz viele Kommentare veröffentlicht wurden und ich sie erst Monate Später bemerkt habe. Mittlerweile hat der Spam auch erheblich abgenommen xD.

    Ich recherchiere zwar viel zu meinen Themen für Kolumnen oder greife natürlich auch auf Wissen durch mein Studium zurück, aber stelle ich nicht den Anspruch eine Journalistin zu sein und hoffe, dass meine Leser das Wissen. Ein Blog ist ja viel persönlicher.

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  8. Ehrlich gesagt ging es mir mit dem Film schon ähnlich... der gilt ja ein kleinwenig als Klassiker (zumindest ist es einer der Filme, die wirklich regelmäßig und immer wieder im Fernsehen wiederholt werden) und ich fand den schon... zäh! Das Buch hätte ich also wohl gar nicht mehr in die Hand genommen. Ausschweifender Erzählstil in Ehren, aber die Beschreibungen, von denen du hier erzählst, wären mir wirklich zu viel geworden... Und das obwohl ich ein recht geduldiger Leser bin und oftmals zu dicken Schinken greife.

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    1. Oh je, also sogar einen Film zäh zu machen, das ist irgendwie schon eine Kunst, denn da konnte man schließlich seine ganzen langatmigen Beschreibungen nicht mit drin aufnehmen :D.
      Also wenn du den Film schon aus diesen Gründen nicht mochtest, dann kann ich dir von dem Buch auf jeden Fall nur abraten!

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  9. Ich verstehe dich da einerseits gut, andererseits ist das ja so eine Sache. Natürlich ist Trump mit seinem Verhalten groß in die Medien, selbstverständlich auch, weil es auch uns hier betrifft. Allerdings gibt es so viele Länder, in denen es politisch nicht gut läuft, die gern und viel bereist werden (die Türkei hätte man dahingehend jahrelang schon nicht mehr bereisen dürfen; dennoch ist es erst eine recht neue Entwicklung, dass die Zahlen zurückgehen. Oder die Todesstrafe, die es noch in zig asiatischen Ländern gibt; was die meisten nicht mal wissen...), dass es dahingehend schon schwierig wird. Die Medien haben es nun mal so an sich, das aufzugreifen, was sich gut vermarkten lässt. Missstände in zig anderen Ländern gibt es ja dennoch, ohne dass die so sehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt werden würden.
    Und gerade in einem Staat wie Kalifornien (wo allein schon unheimlich viele Mexikaner wohnen), der sowieso nicht für Trump gestimmt hat, merkt man eher eine große Abneigung ihm gegenüber (gerade am 4. Juli).
    Mal davon abgesehen war die Reise längst geplant und teilweise gebucht bevor überhaupt feststand wer Präsident wird.

    Generell könnte ich über die Amerikaner wirklich kein schlechtes Wort verlieren. Daheim wieder anzukommen war schon fast erschreckend... man vermisst gleich wieder die überall freundlichen Amerikaner. ;) Grad in den Supermärkten oder Geschäften! ;)

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    1. Da hast du allerdings recht. Die Türkei war ewig ein beliebtes Urlaubsland, auch wenn da nicht alles gut läuft. Wobei ich sagen muss, dass ich da momentan noch weniger hin wollen würde als in die USA. In den USA werden zumindest momentan noch keine Menschenrechtler*innen und Journalist*innen eingesperrt, soweit ich das mitbekomme.

      Klar, ich finde auch nicht, dass das ein Grund sein sollte, einen lange geplanten Urlaub abzusagen, auf keinen Fall! Zumal man ja wohl nicht jeden Menschen in diesem Land dafür "bestrafen" oder verurteilen muss, dass nicht mal 50% dort Trump gewählt haben. Gerade in Staaten wie Kalifornien.

      Das glaube ich dir gerne :D. Immerhin wohne ich in einer Stadt, die für ihren rauen Umgangston geradezu bekannt ist ^^.

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